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Stand: 16.11.2016

Nach 7 Jahren Stillstandszeit habe ich die XT im Juni 2008 wieder in Betrieb genommen.

Maßnahmen bei der Stilllegung 2001

  • frisches Öl und Filter spendiert
  • Motor auf OT gestellt, damit die Ventilfedern möglichst entlastet sind
  • Tank und Vergaser wurden komplett geleert
  • aufgebockt auf ein paar Steine
  • unter alten Bettlaken luftig abgedeckt
  • sonst nix, die Garage ist relativ trocken

Aktivierung 2008

  • neue Reifen: Heidenau K60 in 3.00-21 und 4.00-18
    • Alternativgrößen: 120/90-18 - ist zu breit, streift am Kettenschutz in der Schwinge
  • Benzin rein
  • 2. Kick - läuft ...!
  • Öl- und Filterwechsel (ich nehme nach einigen üblen Artikeln über miese Qualität bei Billigfiltern nur noch die von Yamaha Original: 6,90 gegenüber 4,99 im Zubehörhandel)
  • Bremsflüssigkeit neu - wie gesagt: umgerüstet auf Scheibenbremse vorne
    • der Faltenbalg im Vorratsbehälter ist stark porös, es suppt durch - das Ersatzteil hat die Brembo-Nummer 10 43 08 30, Kosten 6,60
  • Benzinhahn undicht: die Dichtung zum Tank hin (ovaler O-Ring) mußte erneuert werden. Der Benzinhahn selbst ist noch dicht!
  • Benzinschlauch und 2 Überlaufschläuche brüchig - erneuert
  • neue Gel-Batterie
  • Hauptständer von Buzetti beschafft:
    • die XT ist damit zwar recht schwer aufzubocken - ungünstige Hebelverhältnisse, aber es geht
    • der Seitenständer muß dafür weg.
  • 2009 habe ich dann auf kleinen Tank und hohes Schutzblech vorne zurückgerüstet.

Papiere

  • Kpl. TÜV gemacht (§21 genügt)
  • im neuen Brief wurde die "Honda XT 500" wieder zu einer "Yamaha XT 500": einige Jahre zuvor hatte ich einen neuen Brief bekommen, weil der alte so viele Stilllegungen und Wiederzulassungen aufwies, daß kein Platz mehr war. Dabei war die XT plötzlich zu einer "Honda XT 500" mutiert...

KFZ-Brief von 1980

KFZ-Brief von 1999

Erste Fahrt

  • 100 km problemlos, gegen Ende: Drehzahl > 3500 starkes Stottern und Aussetzen, fühlt sich an wie Spritmangel
  • Fehlersuche:
    • Vergaser:
      • Schwimmerkammer, Schwimmerventil, Haupt- und Nadeldüse OK
    • Unterbrecher: ausgeprägte Spitze auf unterer Kontaktfläche (Kondensator?) abgefeilt ð OK
    • bei der Fehlersuche wurde auch der Luftfilter kontrolliert ...

Läuft wie ein Sack Nüsse ...

  • Prüfung des Luftfilters ergab folgendes Bild:

Da hatte wohl jemand sein Vorratslager angelegt... die Kürbiskerne dürften vom Komposthaufen hierher geschleppt worden sein, Eingang von oben durch die Ansaugöffnungen. Vermutlich an den Ziegelsteinen unter dem Motor (womit die XT aufgebockt war) hochgeklettert. Auch hier stellt wohl ein Hauptständer ein schwerer überwindbares Hindernis dar ...!

  • In Florida allerdings erlebte ein Käufer einer BMW, die 8 Jahre gestanden hat, noch eine ganz andere Überraschung :

Öl in der Lichtmaschine

Kleiner Tank (2009)

  • das war eine ziemlich lange und teure Aktion!
  • Leider hatte ich meinen eigenen Original-Tank in den 80ern weggegeben, als ich den Reinschlüssel gekauft hatte ("die kleine Pfütze brauch ich nie wieder"). Ich habe ihn damals gegen ein paar fast neuer SIDI-Trial-Stiefel getauscht ... das waren dann meine ersten "richtigen" Motorrad-Stiefel, nach den Bundeswehr-Springerstiefeln ... kann man sich das vorstellen? "Ich war jung und brauchte das Geld ..."
  • 2009 habe ich dann für einiges Geld einen gut aussehenden 80er Tank ersteigert, der mich aber lange beschäftigt hielt.
    • er war undicht, und zwar irgendwo am Benzinhahn.
      • zuerst diese speziellen Schrauben erneuert, die diese Dichtscheiben haben (bestellt beim frdl. Yamaha-Händler für irres Geld) ð immer noch undicht,
      • ich habe die Montagefläche des Benzinhahns am Tank mehrmals geplant (Glasscheibe) ð immer noch undicht
      • eine neue Dichtung und danach einen neuen Hahn gekauft  ð immer noch undicht,
      • dann ist eins der Gewinde im Tank ausgerissen. Ich habe es mit einer Timesert-Buchse repariert, aber die Geschichte war leider ganz leicht schräg geraten, weil aus der freien Hand ausgeführt, so daß die Schraube fortan leicht schräg saß und Schwierigkeiten hatte, abzudichten...
      • dann den Benzinhahn und v.a. die Schrauben zuerst mit Curil montiert und dann mit UHU-plus verklebt ð immer noch undicht,
      • ... und es tropfte immer noch! Ganz wenig, erst nach einigen Stunden ging's los.
    • Schließlich fand ich heraus, daß die Schweißnaht zwischen der dicken Montageplatte mit den 2 M6-Gewinden und dem dünnen Blech des Tanks offenbar defekt war. Das war unter der Farbe nicht zu erkennen gewesen. Auch als ich die die Fläche blankgeschliffen hatte, sah der kleine dunkle Punkt an Rand der dicken Montageplatte, am Übergang zum Tankblech, so aus wie eine Vertiefung, wo halt noch etwas Schwarz drin war.
      • als ich wie ein Zahnarzt dort mal etwas rumgeprokelt habe, war ich plötzlich durch ...
      • jetzt wurde mir klar, warum der Tank so gut erhalten war: offenbar war der von Anfang an hier schadhaft gewesen...!
    • Daher beschloß ich, Nägel mit Köpfen zu machen ð Auftrag an Fachwerkstatt:
      • die schadhafte Stelle wurde geschweißt - mit aufwendiger Kühlung, daß der Hitzeschaden klein blieb
      • das kaputte und das andere M6-Gewinde zugeschweißt,
      • ein Röhrchen aufgesetzt,
      • dort ein M14 Feingewinde eingeschnitten,
      • und in dieses kam dann ein "Moped-Benzinhahn".
      • Als ich den Tank abholte, war ein neuer Benzinhahn bereits eingesetzt. Aber hier war natürlich keine Dichtung vorgesehen, und so hielt sich der Hahn nur mit Hilfe einer Montagepaste (Pfusch!). Fehlkonstruktion. Natürlich nicht dicht.
      • Als ich den Hahn daraufhin zuhause rausschraubte, zeigte sich ein vermurkstes Gewinde - was man erstmal mir zur Last legte. Nach einiger Diskussion haben wir uns darauf geeinigt, daß wohl das Alu beim Schweißen wohl weich geworden war...
      • (Im Nachhinein wäre es vielleicht schlau gewesen, diesen Benzinhahn einfach mit "Fügefest" dauerhaft zu montieren.)

    • Beim 2. Versuch wurde das Röhrchen auf M16 innen erweitert und etwas gekürzt. Jetzt mußte aber noch ein Übergangsstück gedreht und Gewinde geschnitten (M16, und M14 links !!) bekommen, damit ein anderer Hahn mit "Gegengewinde" und Dichtung dazwischen verwendet werden konnte.
    • Das Übergangsstück wurde dauerhaft mit "Fügefest" eingesetzt, und der Hahn ließ sich jetzt wegen des gegenläufigen Gewindes beliebig gedreht positionieren.
    • Aber das war auch wieder suboptimal, weil dieser Benzinhahn ...
      a) recht lang rausschaute (im Bild fehlt noch der Schlauch-Abgang!)
      b) und weil es ein 14er war, der nur einen kleinen 5 mm-Schlauchstutzen hatte, die XT aber einen Riesen-8-mm-Spritschlauch - also einen Adapter bauen...
    • ferner ragte jetzt der Knebel des Hahns zur Seite raus, so daß man mit dem Stiefel hängenbleiben konnte.

    • Kurz und gut: ich habe diesen Tank wieder verkauft (aber mit ehrlicher Beschreibung - falls dies hier der Käufer liest). Dicht war er nach all den Aktionen, aber es hat mir optisch einfach nicht gefallen.
  • Nach einer erneuten, längeren Suche habe ich dann (wiederum für gutes Geld) einen 80er-Tank gefunden, der aber ein Beule hatte und im Lack deutlich schlechter als der erste war. Die Beule aber wurde von einem Fachbetrieb super instandgesetzt, da haben sie einen Gesellen ohne Zeitvorgabe drangesetzt, es wurde auch der Lack restauriert, und ich habe einen lächerlichen Betrag gezahlt.
    • jetzt nochmal einen neuen Benzinhahn von Kedo (die müssen denken ) - und endlich ist Ruhe...
  • Zum Schluß noch ein Tip: diese abschließbaren Tankdeckel taugen nix, sie sind nicht dicht. Original, mit dem Schlauch!